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Big mountain – big business
Am Rand der Masai Steppe erhebt sich der Mt. Kilimanjaro, der hoechste
Berg Afrikas. Die Bergflanken dieses alten Vulkans steigen so aprupt
aus den flachen Weiten der Steppe auf, dass uns der Berg riesig erscheint
(mit einer Hoehe von 5895 Meter ist es ja tatsaechlich kein kleiner
Huegel). Tagsueber ist der schneebedeckte Kraterrand von dichten Wolken
verdeckt, nur morgens und abends sehen wir den Gipfel. Natuerlich wollen
wir den Kili besteigen, stehen wir doch schon einmal vor ihm. Der stattliche
Preis von USD 500 (das ist die absolut billigste Variante, die Preise
gehen bis USD 1000 pro Person fuer eine Besteigung) kuehlt unser Gipfelfieber
aber schnell ab. Bergsteigen ist hier big business! Nur wer harte Dollars
bezahlt, darf auf den Berg steigen. Wir entscheiden uns ohne grosse
Diskussionen fuer die Budget-Variante und fahren am Fusse des Berges
durch wunderbare Regenwaelder, Kaffee- und Bananenplantagen, lassen
den Kili einfach von weitem auf uns wirken.
In Arusha verbringen wir ein paar Tage im 5-Stern Hotel Dik Dik. Die
wunderbare Kueche und die herzliche Gastfreundschaft von Carmen, Roes,
Markus und Erich bleiben fuer uns unvergesslich. Vielen Dank!
Abenteuer Wildnis...
Obwohl ich in meiner Kindheit selten in den Genuss vom Fernseh schauen
kam, erinnere ich mich vage an eine Tiersendung <Abenteuer Wildnis>.
Loewen bei der Jagd und riesige Gnuherden bei ihren Wanderungen durch
die Serengeti flimmern in meinen Erinnerungen ueber den Bildschirm.
Damals als kleiner Bub haette ich nie im Traum daran gedacht, all diese
Szenen einmal in Wirklichkeit zu sehen. Aber vielleicht ist es ja besser,
wissen wir nicht welche Ueberraschungen das Leben fuer uns bereithaelt.
Wie auch immer, wir wollen von Arusha auf dem kuerzesten Weg an den
Lake Victoria. Dazwischen liegt eben die besagte Serengeti. Auf einer
Flaeche von 14’700qkm erstrecken sich die Grassteppen und Baumsavannen.
Da es nicht erlaubt ist im Serengetipark mit dem Velo zu fahren, mieten
wir uns fuer drei Tage einen Landrover. Vom Autodach aus beobachten
wir Elefanten, Antilopen, riesige Zebra- und Gnuherden, Geparden, Hippos,
Loewen und Voegel ohne Ende. Wir hoeren die Knochen knacken und Sehnen
reissen, als Hyaenen ein Gnu zerfleischen, sehen wie die Loewenbabys
der Mutter in den Schwanz beissen und sich ein junger Elefant, muede
von der Hitze des Tages, ans dicke Bein seiner Mutter lehnt. Natur –
Momente von unendlicher Harmonie und der gnadenlose Kampf ums Ueberleben.
Noch nie habe ich diesen Wechsel in so schneller und unmittelbarar Abfolge
erlebt wie in diesen drei Tagen.
Von der Parkgrenze pedalieren wir weitere zwei Tage auf Pisten durch
den Busch bis wir den Lake Victoria erreichen. Von Mwanza fahren wir
mit der Faehre ueber den See nach Bukoba und nehmen den weiteren Weg
nach Uganda unter die Raeder.
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