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Auf dem Weg nach Kenya Andreas Kunz home > berichte > 18. 02. 2004 - 2 |
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Ich fahre weiter auf einer Piste um den Mt. Elgon herum. Nach der langen Pause in Kampala ist mein Knie den Strapazen langer Tage im Sattel nicht mehr gewachsen und ich bekomme eine sehr schmerzhafte Knieentzuendung. Mit Schmerzmittel fahre ich weiter, ich habe keine Lust in einem der kleinen Doerfchen im Busch mein Knie auszukurieren. Die Piste zieht sich ueber die weitlaufigen Haenge des Mt. Elgon. Von den Hoehen lasse ich den Bick weit ueber das westliche Rift Valley schweifen. Endloser, trockener Busch erstreckt sich in den Ebenen bis zum Horizont. Dort irgendwo im Norden liegt die Grenze zum Sudan. In diesem Gebiet sind verschiedene Rebellen-gruppen aktiv. Die Leute hier erzaehlen sich von Greueltaten ausgeuebt von Rebellen und dem offiziellen Militaer, als spraechen sie vom Wetter. In Suam ueberfahre ich die Grenze nach Kenya. Der diensthabende Grenzoffizier begruesst mich freundlich. Ich bin fuer ihn eine willkomene Abwechslung zum sonst eher langweiligen Grenzhueteralltag. Nachdem ich eine Stunde lang Auskunft ueber das Bildungssystem in der Schweiz gegeben und mir einen Vortrag ueber die goldene Rolexuhr seines Vatters angehoert habe, bekomme ich endlich den Entry-Stempel in den Pass. Kenya praesentiert sich mit grossen, ordentlichen Farmen und Werbung fuer Viehkraftfutter, welche die asphaltierten Strassen saeumen. Da mein Knie immer wie staerker schmertzt, lade ich mein Velo streckenweise auf das naechste Bustaxi und draenge mich selbst als dritter Passagier pro Sitzplatz hinein. Das Velo auf dem Dach reist da weitaus bequemer. Ich schaffe es nicht, wie verabredet am Neujahr in Maralal zu sein. Zischtig muss all leckeren Einkaeufe fuer die Silvesterparty alleine aufessen und austrinken. Mit drei Tagen Verspaetung und einem stechenden Schmerz im Knie erreiche ich die Kleinstadt. Ich muss mindestens eine Woche ruhen, genuegend Zeit um sich ueber die weitere Strecke Gedanken zu machen. |