Am Ziel!
(Bahareya - Kairo, Aegypten im April 2004)

Andreas Kunz


home > berichte > 07. 05. 2004 - 5
 

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Kurz vor Gizeh wecke ich Zischtig auf, sonst haette der olle Knabe unsere Ankunft bei den Pyramiden glatt verpennt. Und schon sind wir da! Die Pyramiden tauchen zwischen, Grand Hotel, Hilton und Moevenpick Hotel aus dem Staubdunst auf. Wie oft habe ich mir die Ankunft hier in den vergangenen Monaten vorgestellt? Das man die Pyramiden zwischen all den Luxusbunkern kaum sehen wuerde, daran habe ich freilich nie gedacht. Wir lassen uns dadurch den Spass nicht verderben und freuen uns, dass wir es ohne groessere Probleme von Zimbawe nach Kairo geschafft haben. Verreckt! Verreckt! Geeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeschaft!!!
13000 Km sind wir zusammen geradelt! Vor 10 Monaten sassen wir in Suedafrika im Wimpis, tranken Milchkaffee und beobachteten die springenden Buckelwaale im Indischen Ozean. Heute stehen wir unter den Pyramiden am anderen Ende von Afrika. Ein gutes Gefuehl.
Schnell wollen wir ein Hotel suchen und dann unsere Ankuft in Kairo feiern. Doch bald stellen wir fest, dass die Hotels in Gizeh unserem gebeutelten Reisebudget mit einer Nacht den Rest geben wuerde. Uns bleibt nichts anderes ueberig, als den Pyramiden den Ruecken zu kehren und ins Stadtzentrum zu fahren. Dort sind die Hotels billig. Nun, das ist leichter gesagt als geradelt. Kairo ist die groesste Stadt auf dem afrikanischen Kontinent, 14 Milionen Menschen leben hier. Es scheint uns, als waeren diese 14 Milionen Bewohner alle in ihren Autos auf der gleichen Strasse unterwegs wie wir. Das Verkehrschaos uebersteigt alle humanen Vorstellungskraefte! Mal fahren wir auf vierspurigen Strassen, dann wieder ueber Gehsteige, wir draengeln uns vorbei an wartenden Autoschlangen, fahren Gegenverkehr, bei Rotlicht ueber die Kreuzungen, fluchen und versuchen uns von den Blechlawinen nicht unterkriegen zu lassen. Nach drei Stunden hartem Kampf mit Einbahnen, verrueckten Taxifahrern, gna denlos vorpreschenden Busfahrern, und allen anderen durchgeknallten Fahrzeuglenkern auf den Strassen Kairos sind wir im Zentrum. Uns droehnen die Ohren vom staendigen Gehupe. Im Dahab Hotel bekommen wir ein Zimmer auf der Dachterrasse, erschoepft und muede fallen wir ins Bett. Das Feiern verschieben wir auf morgen.
Die Tage vergehen schnell. Es gibt so viel zu sehen und zu unternehmen in Kairo. Mit Peter, einem hollaendischen Radler und Sandra, der netten Ethnologin aus Basel sind wir in guter Gesellschaft. Das eine ergibt das andere, wir werden eingeladen, schauen uns Pyramiden und das alte Kairo an, gehen an Konzerte und rauchen zwischendurch immer wieder eine Wasserpfeiffe zusammen.

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10. Mai 2004 - og