2009.07.01-06 - Rila Monestary (BG) - Plovdiv (BG)

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01.07.2009
Kleine Dörfer im Tal zum Rila-Kloster. Bulgarien

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02.07.2009
Berglandschaft bei Razlog. Bulgarien

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02.07.2009
Traditionelle Bauweise in Bansko. Bulgarien

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03.07.2009
Gute Strassenverhältnisse von Razlog Richtung Plovdiv. Bulgarien

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03.07.2009
Nur wenige der riesigen Industrieanlagen sind in Betrieb und dampfen still vor sich hin. Bulgarien

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03.07.2009
Kleinlandwirtschaft bei Dagonovo. Bulgarien

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03.07.2009
Hin und wieder findet sich eine Moschee in den grünen Täler bei Dagonovo. Bulgarien

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03.07.2009
Die Landwirte in Yakorude nehmen's genau und wollen jeden einzelnen Halm vor dem Regen schützen. Bulgarien

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04.07.2009
Morgenstimmung über den Hügeln bei Sveta Petka. Bulgarien

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04.07.2009
Bahn, Fluss und Strasse zwängen sich durch die Schlucht Richtung Thrakischer Ebene. Bulgarien

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04.07.2009
Typische Szene in der bulgarischen Ebene bei Pazardzhik. Bulgarien

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05.07.2009
Auf dem Markt in Plovdiv herrscht Hektik und die Leute wollen fast nicht glauben, dass wir immer nur so wenig nehmen wollen. Bulgarien

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05.07.2009
Die Altstadt von Plovdiv gleicht teilweise einem Freilichtmuseum. Bulgarien

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06.07.2009
Alt bekanntes Problem am hinteren Felgen, der nach knapp 5000km zu zerbröseln beginnt. Bulgarien

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06.07.2009
Im professionell ausgerüsteten Fahrradladen tandembike in Plovdiv wird unser Hinterrad fit gemacht. Bulgarien

  • 01.07.2009 - Tagesstrecke: 88.32 Km
  • 02.07.2009 - Tagesstrecke: 19.20 Km
  • 03.07.2009 - Tagesstrecke: 63.04 Km
  • 04.07.2009 - Tagesstrecke: 106.82 Km
  • 05.07.2009 - Tagesstrecke: 20.88 Km
  • 06.07.2009 - Tagesstrecke: 6.91 Km
  • Total: 4'837.08 Km

Da wir mit dem Fahrrad nicht nach Sofia wollen, müssen wir ein ganzes Stück nach Simitli zurück fahren, wo wir wieder in die Berge abbiegen und Richtung Bansko pedalen. Der Ort liegt in einer Hochebene am Fusse des Pirin Gebirges und ist vor allem als Wintersportort bekannt, aber auch im Sommer lässt sich hier vorzüglich wandern und biken. Das es sich hierbei um eine Touristendestination handelt, ist schon von Weitem nicht zu übersehen, denn die Hotelanlagen schiessen wie Pilze aus dem Boden. Unsere Route führt durch wunderschöne Täler mit kleinen Siedlungen entlang dem Fluss Mecma. Erstaunt stellen wir fest, dass in diesem Tal die islamische Minderheit siedelt, die landesweit ca. 10% der Bevölkerung ausmachen, denn da und dort blitzten glänzende Moschee-Kuppeln aus dem Grün der Landschaft. In Yakoruda überrascht uns ein Regenschauer, so dass wir bei einem Mini-Market unterstehen und dem Treiben ein wenig zusehen. Frauen und Männer aller Altersklassen und teilweise in erbärmlich abgetragenen Arbeitskleidern versuchen schnellst möglich das trocknende Heu zusammen zu rechen, zu Haufen aufzuschichten und mit Folien abzudecken. Schnell wird uns klar, warum die SVP vor der Abstimmung über die Ausdehnung der Bilateralen Verträge auf Bulgarien und Rumänien in Panik geriet. Die Landwirte hier sind absolute Perfektionisten und könnten ja die besseren Bauern abgeben!

Die Gegend ist nicht sehr dicht besiedelt, auch wenn auf jedem noch so kleinen Flecken unbewaldeter Fläche ein paar Kartoffeln angepflanzt und umzäunt werden. Auf einer Forststrasse stellen wir unser Zelt auf und staunen nicht schlecht, was sich auch an abgelegene Orten alles im Wald herumtreibt. Viele Bulgaren sammeln Beeren und Pilze, wieder andere treiben Kühe und Schafe durch den Wald von einer Wiese zur nächsten. Obwohl wir nicht alleine sind, fühlen wir uns erstaunlich wohl. Früh morgens rollen wir hinunter über Velingrad durch eine spektakulär enge Schlucht in die Thrakische Ebene. Die Gegensätze könnte kaum krasser sein. Waren wir wenige Kilometer zuvor noch in kühlen Bergwäldern mit kleinräumiger Landwirtschaft unterwegs, wobei die Menschen in bescheidenen Verhältnissen einigermassen gut zu leben scheinen. Werden wir von der Hitze, dem massigen Verkehr auf üblen staubigen Strassen regelrecht erschlagen. Um nicht auf den grossen Strassen fahren zu müssen, weichen wir auf die Dörfer aus, in denen wir uns mit all dem Hightech-Material zeitweise ziemlich deplatziert vorkommen. Es sind vorwiegend Romaviertel, in denen die Armut zum Himmel stinkt. Auf die 'Cigani', wie sie sich selbst nennen, sind die Bulgaren gar nicht gut zu sprechen, dem entsprechend werden sie für viele übel im Land verantwortlich gemacht. Erstaunlich ist nur, dass wir nicht angebettelt, sondern nur skeptisch beäugt werden. Wenn wir winken, entlocken wir den dunklen, gezeichneten Gesichtern meist ein freundliches Lächeln.

Eigentlich sind wir ganz froh, als wir die Stadt Plovdiv erreichen und damit zurück in der Zivilisation sind. Es ist Wahlwochenende und an jedem Eck werben die Parteien um Stimmen, wobei keinerlei Mühen gescheut werden. Neben den Wahlen präsentiert sich der Ort als schmuckes Städtchen, das zum verweilen einlädt und viel zu bieten hat. Trotzdem wollen wir nach nur einer Nacht weiter Richtung Norden fahren. Nach knapp 10km Stadtauswärts machen wir eine kurze Pause, da entdecke ich per Zufall, dass der hintere Felgen an verschiedenen Stellen auseinander zu brechen droht. Es ist das alt bekannte Problem, dass wir vor einem Jahr in Ungarn ebenfalls hatten. Die Speichen reissen den Felgen auseinander, was meiner Beurteilung nach, auf Materialermüdung zurück zu führen ist. Also fahren wir zurück in die Stadt, denn wenn wir einen Fahrradhä;ndler finden sollten, dann doch am ehesten in der zweitgrössten Stadt Bulgariens. Diesmal quartieren wir uns im Plovdiv Guesthous in der Altstadt ein. Die Unterkunft bietet verschiedene Outdooraktivitäten an und ist für unser Problem wie gemacht. Montag morgen suchen wir den Fahrradladen, der uns vom Guesthous empfohlen wurde auf. Ein professionell ausgestatteter Bikeladen mit dem passenden Namen Tandembike empfängt uns, das hätten wir nicht erwartet. Der erste Felgen, der an der Decke hängt, passt auch promt, so dass wir das Tandem nach nur zwei Stunden gegen umgerechnet 25.- € (50.- Lev) für Material und Arbeit abholen können.

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    Inzwischen sind uns die Autobahn rund um Thessaloniki wohl bekannt. Nach nur wenigen Kilometern auf der Landstrasse sind wir zurück auf der nächsten Autobahn. Eine Neubaustrecke, die auf unserer Karte noch überhaupt nicht existiert. Auf dem neuen Asphalt kommt unser Gefährt bergab so richtig in Schwung.

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    Mit frischem Hinterfelgen verlassen wir die Stadt Plovdiv, in der wir gut noch ein paar Tage zubringen könnten. Die Strecke ist mehrheitlich wie erwartet topfeben und monoton. Nur die bulgarische Strasse verlangt uns einiges ab. Pez wird vorne gründlich durchgerüttelt und am Steuer hinten fordern die unzähligen Löcher und Hügel volle Konzentration.